Welche Basis- und Querschnittsdienste werden im DVC-Ökosystem künftig besonders benötigt? Um diese Frage zu beantworten, hat die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) gemeinsam mit öffentlichen IT-Dienstleister:innen (Mitglieder der govdigital) eine Bedarfsanalyse durchgeführt.
Ziel war es, den Bedarf an künftigen DVC-Services aus Sicht öffentlicher IT-Dienstleister:innen und ihrer Kund:innen zu bewerten. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung des DVC-Ökosystems. Die Funktionsbausteine der Deutschland-Architektur dienten dabei als fachlicher Referenzrahmen.
Methodik und Rahmen der Bedarfsanalyse
Das DVC-Ökosystem entwickelt sich schrittweise weiter. Dazu gehören unter anderem die DVC-Betriebsplattformen sowie weitere Basis- und Querschnittsdienste. Die Bedarfsanalyse unterstützt dabei, zukünftige Entwicklungen an den tatsächlichen Anforderungen von Bund, Ländern und Kommunen auszurichten.
Bis zum Abschluss der Umfrage zur Bedarfsanalyse im April 2026 gingen insgesamt 40 Rückmeldungen ein.
Zentrale Ergebnisse: Diese Funktionsbausteine stehen im Fokus
Die Auswertung zeigt, welche Basis- und Querschnittsdienste für das DVC-Ökosystem derzeit als besonders relevant bewertet werden.
- Hoher Bedarf: Besonders stark nachgefragt wurden Bausteine im Bereich der Querschnittsfunktionen und Anwendungen. Dazu zählen insbesondere KI-Querschnittsdienste, das zentrale Nutzenden-Frontend, Postfach und Interaktion (G2C), Abruf und Bereitstellung von Daten und Nachweisen. Auch bei Siegeln und Signieren, zentrale Verzeichnisse sowie Authentifizierung zeigte sich ein deutlicher Bedarf an zentralen, standardisierten Lösungen.
- Mittlerer Bedarf: Bausteine wie Datenaustausch, Initiierung einer Verwaltungsleistung, Statusmonitoring, Ein- und Auszahlung, Vorgangs- und Sachbearbeitung sowie Event-Verarbeitung für antragslose Verwaltung wurden ebenfalls als wichtig eingestuft, jedoch mit etwas geringerer Dringlichkeit.
- Geringer Bedarf: Für Funktionsbausteine wie Design-Systeme, elektronische Veraktung, Feedback und Nutzungsanalyse, Geokodierung, Kartierung und Consent wurde aktuell ein vergleichsweise geringerer Bedarf festgestellt.
Die Rückmeldungen der öffentlichen IT-Dienstleister:innen zeigen eine klare Priorisierung zukünftiger Funktionen für das DVC-Ökosystem.

Ausblick und nächste Schritte
Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse fließen in die Weiterentwicklung des DVC-Ökosystems ein. Sie helfen dabei, Basis- und Querschnittsdienste bedarfsgerecht zu priorisieren und schrittweise auszubauen. Davon profitieren unter anderem die DVC-Betriebsplattformen, auf denen zentrale Funktionen künftig standardisiert bereitgestellt werden können.
Weitere Informationen zum DVC-Ökosystem, den DVC-Betriebsplattformen und zur Einbindung eigener Cloud-Services erhalten Sie in den nächsten Online-Sprechstunden für Anbieter:innen.
Melden Sie sich zu einer der kommenden Online-Sprechstunden an: