Veranstaltungen mit der Deutschen Verwaltungscloud im Juni 2026

Die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) war im Juni 2026 auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung sowie dem Creative Bureaucracy Festival, jeweils in Berlin vertreten und brachte ihre Perspektive in zentrale Diskussionen zur digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung ein.

Zukunftskongress Staat & Verwaltung: Vom Marktplatz zum Ökosystem

Auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung zeigte der Best-Practice-Dialog „DVC – vom Marktplatz zum Ökosystem“, wie die Deutsche Verwaltungscloud den nächsten Entwicklungsschritt geht: vom Zugang zu Cloud-Services im Marktplatz Deutschland Digital hin zu einem föderalen Cloud-Ökosystem mit gemeinsamen Standards, Betriebsplattformen und konkreten nutzbaren Services.

Moderiert von Simone Conrad (govdigital eG) beleuchtete die Runde verschiedene Bausteine der DVC. Stephan Bartholmei (FITKO) zeichnete die Entwicklung der Deutschen Verwaltungscloud nach – von der Strategie des IT-Planungsrats über den Aufbau des Cloud-Service-Portals bis zur Weiterentwicklung in Richtung DVC 2.0 und DVC-konformer Betriebsplattformen. Philipp Gärtner (govdigital eG) stellte den aktuellen Stand und die nächsten Schritte beim Aufbau der DVC-Betriebsplattformen vor. José Gaspar (Hessische Zentrale für Datenverarbeitung) zeigte mit FISBOX® und weiteren Angeboten der digitalen Antragsstrecke Beispiele für DVC-konforme Cloud-Services, die bereits über den Marktplatz Deutschland Digital verfügbar sind.

In der Diskussion wurde deutlich, dass digitale Souveränität zum Selbstverständnis öffentlicher IT-Dienstleister gehört. Sie stehen für transparente und verlässliche Betriebsverantwortung und schaffen damit wichtige Voraussetzungen für die digitale Transformation der Verwaltung. Die Deutsche Verwaltungscloud wurde dabei als wesentlicher Hebel der Cloud-Transformation hervorgehoben: Sie unterstützt die technische und organisatorische Zusammenarbeit über föderale Ebenen hinweg und schafft die Grundlage für Interoperabilität und Skalierbarkeit.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie die bereits vorhandenen Lösungen stärker in die Fläche gebracht werden können. Als wesentlicher Erfolgsfaktor wurde benannt, bestehende Services und Angebote künftig noch stärker in den Behörden von Bund, Ländern und Kommunen zu verankern und ihre Nutzung zu fördern.

Deutlich wurde außerdem: Die Deutsche Verwaltungscloud ist nicht nur ein technisches Vorhaben, sondern ein wichtiger Baustein für die Zusammenarbeit öffentlicher IT-Dienstleister. Mit gemeinsamen Standards, marktplatzfähigen Services und dem Aufbau leistungsfähiger Betriebsplattformen entsteht Schritt für Schritt ein föderales Cloud-Ökosystem für die digitale Verwaltung.

Creative Bureaucracy Festival: Zusammenarbeit zwischen den Initiativen stärken

Beim Creative Bureaucracy Festival diskutierten Vertreter der Deutschen Justiz Cloud, der pädagogischen Cloud-Infrastruktur (PCI) und seitens der Deutschen Verwaltungscloud Philipp Gärtner von govdigital, über die Cloud-Landschaft im öffentlichen Sektor. Dabei wurde deutlich, dass die verschiedenen Vorhaben unterschiedliche Aufgaben erfüllen, sich jedoch sinnvoll ergänzen und voneinander profitieren.

Alle drei Initiativen schaffen in ihren jeweiligen Domänen die Grundlage für nachnutzbare Cloud-Services und eine stärkere Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg. In der Diskussion wurde außerdem deutlich, dass die erfolgreiche Umsetzung gemeinsamer Lösungen vor allem davon abhängt, diese frühzeitig in Planungen einzubeziehen und ihren Einsatz konsequent voranzutreiben.

Die Beiträge auf beiden Veranstaltungen machten deutlich, dass die Digitalisierung der Verwaltung von Kooperation, gemeinsamen Standards und einer engen Vernetzung der beteiligten Akteur lebt. Die Deutsche Verwaltungscloud leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie die technische Grundlage für eine moderne, interoperable und skalierbare Verwaltungslandschaft schafft.